| Trockene Haut drucken |
| Trockene Haut ist besonders in den kalten Monaten ein
Thema. Die richtige Pflege und Reinigung ist hier von besonderer
Bedeutung. Einerseits muss die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit
versorgt werden, andererseits ist der Schutz gegen Wind und Wetter mit
Lipiden wichtig. Unterschieden wird zwischen trockener und sehr trockener Haut. Äußere und innere Faktoren beeinflussen den Zustand der Haut. Trockener Haut zeichnet sich aus durch: - Spannungsgefühl - Rötungen - Juckreiz - Rauhigkeit Bei starker Trockenheit kommen Verhornung, Rissigkeit und stärkerer Juckreiz als Symptome hinzu. Ursache ist meist einerseits ein Mangel an natürlichen Feuchtigkeitsfaktoren wie z.B. Harnstoff (Urea). Gerade dieser natürlich in der Haut vorkommende Stoff hat die Eigenschaft nicht nur kurzfristig die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, sondern diese auch langfristig festzuhalten. Auf der anderen Seite fehlen häufig Hautlipide, die eine natürliche Schutzschicht auf der Haut bilden, um einen zu hohen Feuchtigkeitsverlust zu verhindern und eine Barrierefunktion gegenüber Umwelteinflüssen zu bilden. Bei jüngerer trockener Haut eignen sich insbesondere Harnstoffhaltige Cremes mit 3-5% Harnstoff. Bei reiferer trockener Haut ist zusätzlich ein höherer Anteil an Lipiden zu empfehlen. Ist die Haut dagegen so trocken, dass es zu Verhornungen und Hautrissen kommt, empfiehlt sich die Anwendung von Zubereitungen mit 10% Harnstoffanteil. In dieser höheren Konzentration wird die feuchtigkeitsbindende Wirkung durch Juckreizminderung, Abschuppung und Hornhautreduzierung ergänzt. Gerade bei Diabetikern, deren Haut nicht genügend Lipide und Feuchtigkeit speichern kann, ist der Einsatz von höheren Harnstoffkonzentrationen und einem höheren Anteil hautverwandter Lipide sinnvoll, um Verletzungen vorzubeugen und die Barrierefunktion zu stärken. Die Reinigung trockener Haut spielt eine sehr wichtige Rolle in der Behebung der Symptome. Wasser (besonders heißes) und Seife trocknen die Haut stark aus. Der Einsatz spezieller Reinigungsprodukte mit rückfettenden Lipiden und Urea helfen diese zusätzliche Austrocknung zu verhindern. Zur täglichen Pflege eignen sich harnstoffhaltige Produkte, die auch als Shampoos erhältlich sind. Bei stärker trockener Haut eignen sich Ölbäder, die eventuell einen Anteil des Wirkstoffes Polidocanol zur Juckreizlinderung enthalten. |
| Bestehen die Symptome über längere Zeit oder sind sie stark ausgeprägt, sollte ein Arztbesuch in Erwägung gezogen werden. Weiter Informationen finden Sie beim Gesundheitsthema Neurodermitis. |
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