| Gesundheitsthema |
| Sodbrennen | Druckversion des Artikels | |
In Deutschland leidet fast jeder Fünfte gelegentlich oder regelmäßig unter Sodbrennen. Sodbrennen entsteht durch eine angeborene Schwäche des Speiseröhrenschließmuskels (Mageneingangspförtner), der wie ein Ventil die Speisen in den Magen hinein nicht aber wieder hinaus lässt. Besteht diese Schwäche, kann Mageninhalt wieder zurück in die Speiseröhre gelangen und zu den unangenehmen Symptomen führen. Gelegentliche Beschwerden, die nachts durch die waagerechte Körperlage verstärkt auftreten, sind als unbedenklich einzustufen. Treten sie jedoch vermehrt auf, so müssen therapeutische Maßnahmen ergriffen werden, da dauerhafte Schäden drohen. |
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| Langzeitfolgen | ||
| Durch die Magensäure kommt es zu
Reizungen und Verletzungen der Schleimhaut in der Speiseröhre, da
diese nicht mit Schutzmechanismen gegenüber der Säure
ausgestattet ist. Bleiben die Schädigungen unbehandelt, so können
sich daraus sehr schmerzhafte Blutungen, Narben sowie irreversible
Umwandlungen der Schleimhaut entwickeln. Letztere werden als eine Art
von Krebs-Vorstufe betrachtet, aus der bösartige Veränderungen
hervorgehen können. |
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| Therapie | ||
Meist lassen sich die Beschwerden durch
wenige Maßnahmen in den Griff bekommen. Wir haben für Sie die
wichtigsten Aspekte in einer Auflistung zusammen gefasst:
Bei akuten Beschwerden wird die medikamentöse Therapie mit hoher Erfolgsquote angewandt. Hierbei wird der Patient für einen Zeitraum von 1-3 Monaten behandelt. Sollten nach Absetzen der Medikamente die Beschwerden erneuert auftreten, so kann von einem chronischen Verlauf ausgegangen werden. Als Therapiemöglichkeiten bietet sich nun zum einen die erfolgreiche operative Methode sowie die Dauermedikation an. Ihr Arzt wird hier mit Ihnen die für Sie optimale Lösung finden. Die medikamentöse Therapie reduziert nicht den Rückfluss an sich, mindert aber die Agressivität des Mageninhaltes, der so nicht mehr die Speiseröhrenschleimhaut schädigen kann. Die wichtigsten Wirkstoffe dieser Therapie sind die Protonenpumpeninhibitoren (PPIs) wie z.B. Omeprazol. Sie veringern die Salzsäureproduktion im Magen (es ist sogar möglich die Produktion vollständig zu unterbinden) und führen so zu oben genannten Effekten. Eine weitere Wirkstoffklasse stellen die H2-Blocker, sog. Antihistaminika, dar. Sie sind nicht so stark wirksam wie die PPIs, eignen sich aber dennoch für die langfristige Therapie bei mittelschwerem Verlauf der Krankheit. Wirkstoffe die unter dem Sammelbegriff Antazida bekannt sind (wie z.B. Magnesium- oder Aluminiumhydroxid) haben nur sehr schwache Effekte auf die Agressivität des Mageninhaltes und sind daher nur bei sehr leichten, sporadisch auftretenden Beschwerden zu empfehlen. |
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