| Haarschuppen drucken |
| Die menschliche Haut bildet ständig neue
Hautzellen und stößt alte verhornte Zellen ab. Dieser Vorgang
ist normal und dient der Aufrechterhaltung der Schutzfunktion der Haut.
Kommt es jedoch zu einer vermehrten Bildung von Hautzellen, werden diese
als Schuppen (Hautzellenklumpen) sichtbar und weisen auf ein
Ungleichgewicht in der Funktion der Kopfhaut hin. Man unterscheidet
dabei zwischen zwei Arten von Schuppen: - Trockene Kopfschuppen sind klein, im ganzen Haar verteilt und rieseln vom Kopf. - Fettige Kopfschuppen sind relativ groß und durch den Fettanteil meist gelblich. |
| Ursachen von Schuppen |
| Bei trockenen Schuppen ist die Kopfhaut
meistens durch falsche Haarpflege zu trocken, was dazu führt, dass
die Kopfhautzellen zu einer vermehrten Teilung angeregt werden. Hier
hilft oft die Umstellung auf Haarpflegeprodukte, die der Kopfhaut und
dem Haar die nötige Feuchtigkeit zurückgeben. Die häufigste Ursache für fettige Kopfschuppen ist dagegen ein Hautpilz, der auf der gesunden Kopfhaut lebt, ohne Schuppen zu verursachen. Er ernährt sich von Fetten aus den Talgdrüsen der Kopfhaut. Kommt es jedoch zu einer überschüssigen Talgproduktion, so wächst der Pilz schneller und setzt vermehrt Substanzen frei, die die Kopfhaut angreifen und zu Juckreiz führen. Durch Kratzen der Kopfhaut wird diese noch mehr gereizt und ist so anfälliger für Entzündungen und Infektionen. Als Gegenmaßnahme bildet die Haut verstärkt Hautzellen, die dann zu Schuppen werden. Das Wachstum der Pilze wird zusätzlich durch Stress, zu viel Alkohol, zu wenig Bewegung und den übermäßigen Verzehr von Zucker und Weizenmehlprodukten unterstützt. Weitere Faktoren, die Kopfschuppen begünstigen können, sind Hormonumstellungen, Klima, Haarstyling-Produkte und Shampoos. |
| Was können Sie tun? |
| Gut wirksam zur Selbstbehandlung sind medizinische
Antipilzshampoos aus der Apotheke. Sie verringern die Anzahl der Pilze
auf der Kopfhaut und packen damit das Problem an der Wurzel. Zu
speziellen Präparaten und deren Anwendung als Kur (max. 3-4 Wochen)
beraten wir Sie bei uns gerne. Nichtmedizinische Schuppenshampoos enthalten meist nur pflegende und juckreizstillende Bestandteile, und sind daher für die Therapie starke Schuppenbildung nicht geeignet. Sie können bei leichter Schuppenbildung und zur Nachbehandlung einer Antischuppen-Kur verwendet werden. Wenn sich nach der Kur kein Erfolg zeigt, ist es empfehlenswert, einen Hautarzt um Rat zu fragen. Dieser sollte auch bei starkem Juckreiz oder entzündeten Stellen aufgesucht werden. |
| Schuppen vorbeugen! |
| Für die tägliche Kopfwäsche sollten
Sie ein mildes Shampoo verwenden und stets gut mit klarem Wasser nachspülen.
Fönen Sie das Haar anschließend nicht zu heiß, da das
die Kopfhaut zusätzlich reizt. Trockenes Haar braucht speziell
abgestimmte Pflegeprodukte. Sehr fettiges Haar sollten Sie weniger häufig
waschen und besser an der Luft trocknen lassen, da so die Kopfhaut nicht
gereizt wird und weniger Talg produziert. |
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