| Reizdarm drucken |
| Das Reizdarmsyndrom, eine Funktionsstörung des
Verdauungstraktes, setzt sich aus mehreren Hauptsymptomen zusammen, die
in chronischer Form auftreten: Krampfartige Unterleibschmerzen (oft
direkt nach dem Essen), Blähungen, inkomplette Darmentleerung, veränderte
Stuhlzusammensetzung sowie Verstopfungen und Durchfälle, die auch
im Wechsel auftreten können. Meist treten bei Betroffenen nicht
alle Symptome auf und bestimmte Beschwerden dominieren die Krankheit.
Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen und allgemeines
Unwohlsein können als Begleiterscheinungen auftreten. Problematisch ist die Diagnose des Reizdarmsyndroms, da der Darm organisch gesund ist, die Beschwerden aber trotzdem auftreten. Nur nach vorherigem Ausschluss anderer Erkrankungen wie z.B. Darmkrebs oder chronische Darmentzündungen durch einen Arzt lässt sich die Erkrankung sicher diagnostizieren. Obwohl der Reizdarm die Lebensqualität der Patienten beeinträchtigt, gibt es zur Zeit weder Hinweise auf erhöhte Risiken an Darmkrebs oder chronischen Entzündungen zu erkranken noch auf eine verkürzte Lebenserwartung. Die Beschwerden können ein Leben lang immer wieder auftreten, bei richtiger Behandlung bessern sie sich jedoch meist deutlich innerhalb von einigen Jahren. |
| Ursachen |
| Die Ursachen für das Reizdarmsyndrom sind
derzeit nicht bekannt, es gibt aber einige Faktoren, die die Symptome
auslösen oder verstärken können: - ballaststoffarme Ernährung - Nahrungsmittelunverträglichkeiten/-allergien - Nikotin, Alkohol - Stress - psychische Belastungssituationen Welche dieser Faktoren für den Einzelnen von Bedeutung ist, kann nur durch genaues Beobachten und Auswerten der eigenen Lebensgewohnheiten und -situation festgestellt werden. |
| Behandlung |
| Eine Heilung ist zur Zeit nicht möglich und so
beschränkt sich die Therapie auf die Verbesserung der Lebensqualität.
Je nach den Hauptsymptomen erfolgt eine gezielte Therapie aus Ernährung,
Medikamenten und psychotherapeutischer Behandlung. Ernährung - ausreichend viel Wasser trinken - Vermeiden von blähenden Speisen (Hülsenfrüchte, Kohl, Zwiebeln) - Darmreizende Speisen vermeiden (scharfe Gewürze, Kaffee, Alkohol) - Nikotinverzicht - Essen Sie lieber mehrere kleine als wenige große Mahlzeiten Medikamente - krampflösende Medikamente - Pfefferminzöl - Kümmelöl - Quellmittel bei Verstopfungen - Mittel gegen Durchfall - Mittel gegen Blähungen - Schmerzmittel - Homöopathische Mittel je nach Beschwerden Psychotherapeutische Betreuung - Stressbewältigung - Entspannungsübungen Selbsthilfe - Finden Sie durch Beobachtung und Aufzeichnungen heraus, was die Beschwerden auslöst (Ernährung, Stress, Medikamente, psychische Belastungen) - Sorgen Sie für ausreichend sportliche Bewegung - Wärmflaschen oder warme Bäder können Beschwerden mindern - www.reizdarmselbsthilfe.de |
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