Migräne    drucken
Als Migräne bezeichnet man starke anfallsartige Kopfschmerzen, die meist einseitig auftreten. Der Schmerz kann dabei pulsierend, stechend oder bohrend sein. Begleiterscheinungen sind oft Übelkeit und Erbrechen, sowie eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen.
In einigen Fällen kommt es vor einem Schmerzanfall zu einer sogenannten Aura. Eine Aura zeichnet sich durch Gesichtsfeldausfälle, das Sehen farbiger Blitze und Kribbeln in Armen und/oder Beinen aus.
Meist tritt die Migräne in der Pubertät das erste Mal auf. Ein erhöhtes Risiko besteht durch genetische Vorbelastung, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.
Auslöser von Migräneattacken können Stress, Nahrungsmittel (Rotwein, Schokolade, bestimmte Käsearten, Alkohol), körperliche Belastung, Wetterwechsel, hormonelle Schwankungen (Menstruation, Einnahme der Pille, Wechseljahre), grelles Licht oder Reisen sein.
Ein Anfall kann von einigen Stunden bis zu mehreren Tagen andauern, wobei die Schmerzen so stark sein können, dass der Patient zur Untätigkeit gezwungen wird.
Diagnose und Behandlung
Bei häufigem Auftreten von starken Kopfschmerzen sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um die Ursache des Schmerzes zu diagnostizieren. Grund für derartige Kopfschmerzen können neben Migräne auch andere organische Erkrankungen sein.
Behandelt wird ein Migräneanfall oft mit mehreren Arzneistoffen:
- einem Schmerzmittel
- einem Arzneistoff gegen Übelkeit und Erbrechen
-Arzneimittel zur Verkürzung des Anfalls
Sie sollten die Ihnen verschriebenen Medikamente bereits bei den ersten auftretenden Symptomen eines Anfalls einnehmen, um die Wirkung zu verbessern und so die Schmerzen zu verkürzen.
Zusätzliche Maßnahmen und Vorbeugung
- Legen Sie sich in einen stillen und dunklen Raum
- Massieren Sie leicht Ihre Schläfen und versuchen Sie sich zu entspannen
- Trainieren Sie regelmäßig Entspannungsübungen auch in schmerzfreien Phasen
- Führen Sie ein 'Migränetagebuch' in dem Sie Ess-, Schlaf- und Lebensgewohnheiten vor einem Anfall festhalten, um den Auslöser für die Anfälle zu erkennen und zu meiden
- Nehmen Sie nicht zu häufig Schmerzmittel ein, da diese bei übermäßigem Gebrauch selbst Kopfschmerzen auslösen können
Ist der Auslöser eines Anfalls gefunden, so lässt sich durch gezielte Vermeidung bestimmter Lebensmittel oder Situationen die Häufigkeit der Schmerzen oft drastisch senken. Probieren Sie auch alternative Heilmethoden wie Homöopathie oder Akupunktur aus und versuchen Sie durch Entspannung den täglichen Stress abzubauen.
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