Inhalieren    drucken

Der November mit seinem nass-kalten Wetter hat nun den herrlich warmen Oktober abgelöst und bringt mit sich ein erhöhtes Erkältungsrisiko. Neben einer gesunden vitaminreichen Ernährung ist ausreichend Bewegung im Freien zur Stärkung des Immunsystems als Vorsorge gegen einen grippalen Infekt ratsam.

Sollte es Sie dann aber doch erwischt haben, lassen sich viele Beschwerden auf natürlich schonende Weise lindern. Eine besonders wichtige Rolle spielt hierbei das Inhalieren von ätherischen Ölen aus Arzneipflanzen mit der kombinierten Wirkung des Wasserdampfes. Der Wasserdampf transportiert die Wirkstoffe der Pflanzen direkt an den Ort der Infektion. So können Entzündungen gemindert und Verschleimungen in Nasennebenhöhlen und Bronchien gelöst werden.

Die wichtigsten Arzneipflanzen sind:
- Eukalyptus: keimtötend, schleimlösend und auswurffördernd
- Kamille: keimtötend und stark entzündungshemmend
- Kiefernnadelöl: befreit die Atmung, schleimlösend
- Pfefferminze: kühlend, öffnet die Atemwege
- Thymian: keimtötend, schleimlösend und auswurffördernd

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit ätherischen Ölen zu inhalieren:
- 2 Esslöffel getrocknete Arzneipflanze werden in einer Schüssel (oder bequemer in einem speziellen Inhalator aus der Apotheke) mit kochendem Wasser übergossen, ein paar Minuten ziehen gelassen und dann wird der Dampf inhaliert.
- Alternativ zu den Arzneipflanzen können spezielle Salben aus der Apotheke mit verschiedenen ätherischen Ölen benutzt werden. Von dieser Salbe (die auch zum Eincremen von Brust und Rücken geeignet ist) wird zur Inhalation ein etwa 1-2cm langer Salbenstrang in das kochende Wasser gegeben. Auch ein paar Tropfen reiner ätherischer Öle mit Arzneibuchqualität können entsprechend zum Inhalieren verwendet werden.

Für Kinder gibt es zum Inhalieren und Einreiben spezielle Kindersalben ohne Menthol. Kinder sollten nur mit Inhalatoren aus der Apotheke und unter Aufsicht inhalieren, um die Gefahr von Verbrennungen und Verbrühungen zu senken. Doch auch für Erwachsene ist diese Art der Inhalation die beste Wahl, da hierbei Reizungen der Augen vermieden werden, die durch den Kontakt mit ätherischen Ölen entstehen können.

Achtung: Zur Inhalation von Salzen und nicht flüchtigen Arzneistoffen eignet sich die Inhalation mit heißem Wasser nicht. Hierfür gibt es spezielle Vernebler, die kleinste Tröpfchen produzieren, um die Wirkstoffe problemlos an ihren Wirkort transportieren zu können.

Tipp: Durch die Heizungsluft trocknen oft die Schleimhäute aus und sind somit anfälliger für Erkältungserreger. Hier können Sie mit einem Nasenspray auf Meersalzwasserbasis schnell Abhilfe schaffen, um die Schutzbarriere der Nasenschleimhäute wieder herzustellen.
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