Fieber    drucken
Fast jährlich erwischt es uns in dieser Zeit - Schnupfen, Husten, Fieber.
Was sie zur Stärkung des Immunsystem tun können finden Sie in unserem Erkältungs-Artikel.
Speziell um Fieber geht es diesmal - denn Fieber ist nicht gleich Fieber!

Die Temperatur macht's
In der Medizin wird zwischen der erhöhten Temperatur, 37,5-38,5 °C, dem leichten Fieber, 38,5-39,5 °C, sowie dem hohen Fieber über 39,5 °Celsius unterschieden. Eine Besonderheit ist der Schüttelfrost.

Eine erhöhte Temperatur ist zunächst einmal nicht weiter schlimm. Es zeigt, dass das Immunsystem auf Hochtouren arbeitet, um gegen eine Infektion anzukämpfen. So wird die Aktivität des Stoffwechsels verstärkt und beschleunigt, um den Krankheitserregern Herr zu werden. Gesteuert wird der Temperaturhaushalt von diversen Mechanismen im Körper, die auf das Temperaturzentrum im Gehirn wirken. Manchmal kann Fieber auch nach einer Impfung auftreten - ein Anzeichen dafür, dass die Impfung die gewünschte Immunreaktion im Körper hervorruft.
Bis 39,5 °C ist alles noch in Ordnung. Darüber hinaus, sowie bei Schüttelfrost sollte allerdings ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt ebenfalls für Fieber, das länger als 4 Tage anhält, Fieber nach der Einnahme von Medikamenten, bei gleichzeitigem Durchfall oder gleichzeitig auftretenden Hautauschlägen.
Säuglinge, Kleinkinder und ältere, gebrechliche Patienten sollten ebenfalls einen Arzt zu Rate ziehen. Ebenso ist in der Schwangerschaft kurz Rücksprache mit dem Arzt zu halten.

Selbsthilfe
In die Selbstmedikation gehören nur Fieberarten unter 39,5 °C.
Bei erhöhter Temperatur (bis 38,5 °C) sind schweißtreibende Tees wie Holunder- oder Lindenblütentees angezeigt. Auch eine Wärmflasche tut hier ihr Gutes.
Leichtes Fieber (bis 39,5 °C) sollte jedoch abgesenkt werden. Am besten mit Hilfe von kühlen Wadenwickeln und kalten Auflagen z.B. auf der Stirn. Heiße Bäder und Saunagänge sind absolut fehl am Platz.
Bei den fiebersenkenden Arzneimitteln hat sich vor allem der Wirkstoff Paracetamol bewährt, der schon im Säuglingsalter von Ärzten eingesetzt wird und in jedem Lebensalter sowie in der Schwangerschaft das Mittel der Wahl zur Fiebersenkung ist. Der Wirkstoff ist ebenfalls schmerzlindernd. Weitere Alternativen sind die Acetylsalicylsäure (ASS) sowie der Wirkstoff Ibuprofen. Beide sind sowohl fiebersenkend als auch schmerzhemmend. ASS sollte nicht bei Kindern unter 14 Jahren eingesetzt werde, da in seltenen Fällen starke Nebenwirkungen auftreten können und in der Schwangerschaft gibt es bei ASS und Ibuprofen Einschränkungen, die zu beachten sind. Lassen Sie sich zu Risiken und Nebenwirkungen von uns beraten!

Außerdem helfen körperliche Schonung und eine Trinkmenge von 3-4 Litern/Tag Ihrem Körper, schnell wieder auf die Beine zu kommen.

Wichtig: Sollte sich das Fieber innerhalb von 4 Tagen nicht legen oder steigt es auf über 39,5 °C, so ist der Besuch beim Arzt dringend empfehlenswert.
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