Fasten    drucken
Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Varianten beim Fasten:

Das Heilfasten, bei dem unter ärztlicher Aufsicht meist im Rahmen eines Kuraufenthaltes mit dem Ziel gefastet wird, bestimmte Krankheiten positiv zu beeinflussen. Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt, ob ein Heilfasten für Sie in Betracht gezogen werden kann. Die ärztliche Kontrolle ist hierbei wichtig, weil eventuell auftretende Komplikationen rechtzeitig erkannt werden müssen, damit das Fasten kein Risiko für den Patienten darstellt.

Das Fasten für Gesunde dient hauptsächlich dem eigenen Wohlbefinden. In der Fastenzeit, die etwa 5-7 Tage dauert, sollte das Augenmerk besonders auf Bewegung und Ernährung gelegt werden. Diese Art von Fasten hat zum Ziel, sich mit dem eigenen Körper stärker auseinander zu setzen und stellt meist den Beginn einer bewussteren, gesünderen Lebensweise dar.

Wie fasten?
Fasten sollte generell in einer Zeit stattfinden, in der man Zeit für sich hat und nicht unter Stress steht. Sehr wohl lässt sich aber aufgestauter Stress durch eine Fastenwoche abbauen. In der Fastenzeit wird dem Körper ausschließlich flüssige Nahrung zugeführt. Je nach eigenem Geschmack kann man sich für Teefasten, Saftfasten mit verdünnten Säften (konzentrierte Säfte können teilweise zu Magenschmerzen und saurem Aufstoßen führen) oder eine Kombination aus beidem entscheiden. Reines Wasserfasten ist nicht zu empfehlen, da dem Körper dann wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente fehlen, die er täglich braucht. Optimal ist außerdem täglich eine Gemüsebrühe ohne Salz und feste Zutaten zu sich zu nehmen um den Mineralstoffhaushalt zu sichern. Die Vitamine werden dem Körper am besten über verdünnte Säfte angeboten.
Zu Beginn der Fastenzeit ist die komplette Reinigung des Darms ein absolutes Muss, entweder mit einer Glaubersalzlösung oder fertig präparierten Einläufen aus der Apotheke. Ein Einlauf sollte etwa alle 2-3 Tage wiederholt werden.
Am Tag vor Fastenbeginn sollte nur leichte Kost (Salate, Obst, Gemüse, Reis, Kartoffeln, Nudeln, möglichst kein Fleisch) zu sich genommen werden, um dem Körper die Umstellung zu erleichtern.
Der Übergang vom Fasten zur normalen Ernährung nennt man Fastenbrechen. Meist wird dann morgens ein Apfel gegessen, mittags gibt es eine Gemüsebrühe mit etwas Gemüse und abends einen kleinen Salat.

Die Fastenzeit sollte dazu genutzt werden sich Gedanken über die Ernährung und den eigenen Lebensstil zu machen. Fasten ist eine optimale Ausgangssituation für einen Neuanfang mit gesunder ausgewogener Ernährung (wenig tierische Fette, viel Obst und Gemüse, wenig Zucker und Weißmehlprodukte, 2 Liter Flüssigkeitszufuhr pro Tag) sowie ausreichend körperlicher Aktivität.

Wer sollte nicht fasten?
- Kinder und Jugendliche, da sie im Wachstum auf eine kontinuierliche Versorgung angewiesen sind.
- Schwangere und Stillende
- Psychisch labile Personen (Depressionen, Alzheimer)
- Magersüchtige, Bulimiekranke, Untergewichtige
- Pflegebedürftige und bettlägerige Personen
- Personen mit chronischen oder stark belastenden Krankheiten sollten Ihren behandelnden Arzt fragen, ob für sie eine Fastenkur überhaupt in Frage kommt.
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