| Arthrose drucken |
| Bei der Arthrose handelt es sich um die langsame aber
stetige Abnahme der Knorpelsubstanz in Gelenken. Betroffen sind vor
allem die Gelenke, die größeren Belastungen ausgesetzt sind
wie z.B. Kniegelenke, Hüftgelenke, Sprunggelenke, Großzehengrundgelenk
oder Fingergelenke. Die hochelastische Knorpelsubstanz ist verantwortlich für das Gleiten der Gelenke aufeinander und die Dämpfung von Belastungen. Der Knorpel ist nicht mit Blutgefäßen versorgt und wird durch die Gelenkschmiere mit Nährstoffen versorgt. Hierbei spielt Bewegung eine sehr wichtige Rolle, weil durch Be- und Entlastung diese Versorgung aufrecht erhalten wird. Da der Körper ist nicht in der Lage neuen Knorpel zu bilden, kann es durch Überlastung oder Verletzungen in den Gelenken zu einer Abnahme der Knorpelsubstanz kommen. Die Oberfläche des sonst ebenmäßigen Knorpels raut auf und verliert langsam an Dicke, so dass er seine Aufgabe nicht mehr erfüllen kann. Im Endstadium ist dann kaum noch Knorpel vorhanden und die Knochen reiben direkt aufeinander. Da die Knochen mit einer dünnen Knochenhaut überzogen sind in der unter anderem auch Nervenfasern verlaufen entstehen durch den ungedämpften Druck und die Reibung starke Schmerzen. Im Verlaufe der Erkrankung können außerdem schmerzhafte Entzündungen durch abgeriebene Knorpelbruchstücke ausgelöst werden, die das Gelenk anschwellen lassen. Der Verschleiß wird meist erst spät erkannt, da in der Frühphase kaum Schmerzen auftreten. Erste Symptome der Arthrose sind: - knackende Gelenke - Rötung und Erwärmung betroffener Gelenke - stechende Schmerzen in den Gelenken bei Belastung - versteifte und schmerzende Gelenke besonders nach Ruhepausen (Die Beweglichkeit verbessert sich meist durch 15 Minuten Bewegung; sogenannter Anlaufschmerz) Die Diagnose wird meist durch Röntgen gestellt, da auf den Bildern der verkleinerte Gelenkspalt deutlich sichtbar wird und außerdem neugebildete Knochenbereiche erkennbar werden. Diese Vergrößerung der Gelenkfläche ist eine Reaktion des Körpers, der versucht die Schmerzen zu lindern, indem er die Belastung auf eine größere Fläche zu verteilen. |
| Faktoren die Arthrose begünstigen |
| - Alter - angeborene oder erworbene Fehlstellungen - Übergewicht - mangelnde Bewegung - übermäßige Gelenkbelastungen - Gelenkerkrankungen wie z.B. Gicht - Verletzungen des Gelenkes |
| Therapie der Arthrose |
| Eine komplette Heilung der Arthrose ist leider nicht
möglich. Bei rechtzeitiger Diagnose können allerdings durch Korrektur eventuell vorhandener Fehlstellungen, Unterstützung und Stärkung der Knorpelsubstanz durch Arzneimittel, Wärme-/Kältebehandlungen, Massagen und gezielte Gymnastik die Schmerzen gelindert und der Abbau der Knorpelsubstanz verringert werden. Empfehlenswert sind Sportarten wie Schwimmen Bei Schmerzen wirken vor allem antientzündlich wirkende Schmerzmittel, Cortisonspritzen direkt in das Gelenk sowie als mögliche Zusatzmedikation Extrakte aus der Teufelskralle. Bestandteil einer jeden Therapie ist die Entlastung der Gelenke bei gleichzeitiger schonenden Bewegung, denn wird das Gelenk nicht mehr bewegt verschlechtert sich die Versorgung des Knorpels mit Nährstoffen und es kommt zu einer weiteren Versteifung der Gelenke. |
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