Pollenflug und Allergien    drucken
Der Frühling hat begonnen und damit auch die Zeit des Pollenfluges. Pollen sind Auslöser für die typischen allergischen Reaktionen des 'Heuschnupfens'. Laufende Nase, Niesattacken, juckende und tränende Augen, asthmatische Beschwerden mit Atemnot - all das sind Anzeichen für eine Allergie. Eine Allergie ist eine Überreaktion des körperlichen Immunsystems auf körperfremde eigentlich harmlose Stoffe. Bei Personen mit einer Allergie ist der Körper für solche Stoffe aber übersensibel und reagiert mit den oben genannten Symptomen, die ein Ausschleusen des Stoffes aus dem Körper bewirken sollen. Die Ursachen für Allergien sind wahrscheinlich in einer genetisch bedingten Veranlagung zu suchen. Die Allergie manifestiert sich durch wiederholten Kontakt mit dem Allergen (z.B. Pollen, Hausstaub etc.). Dieser Vorgang, bei dem die ersten Kontakte ohne allergische Reaktionen verlaufen, der im Endstadium aber zu einer ausgeprägten Allergie führt, nennt man Sensibilisierung. Die meisten Allergien werden im Kindesalter erworben, können aber auch später noch auftreten. Momentan sind über 10.000 Stoffe bekannt, die Auslöser für Allergien sein können.
Verhaltenstipps
Treten bei Ihnen die oben genannten Symptome auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und testen lassen, auf welche Stoffe Sie allergisch reagieren. Die wichtigste Maßnahme, die dann zu treffen ist, ist die Vermeidung des entsprechenden Allergens. Bei Pollenallergien helfen Ihnen dabei regionale Vorhersagedienste wie www.lorano.de/pollenflug/vorhersage/index.php, die deutschlandweite Vorhersagen für Pollenflug anbieten. Besonders hoch ist die Belastung in den frühen Morgenstunden zwischen 4.00 und 6.00 Uhr. Die Zeit mit der geringsten Belastung liegt zwischen 19.00 und 24.00 Uhr. Längere Aufenthalte im Freien sollten während der jeweiligen Blühphase, besonders bei warmem, trockenem und windigem Wetter, eingeschränkt werden. Beim Autofahren sollten die Fenster geschlossen bleiben und die Lüftung mit einem Pollenfilter ausgerüstet werden. Wenn möglich jeden Abend vor dem Schlafengehen Haare waschen und die Kleidung außerhalb des Schlafzimmers ablegen, um keine Pollen in den Schlafbereich zu bringen. Die Wäsche nicht im Freien trocken. Ihre Möbel sollten regelmäßig durch feuchtes Wischen von Pollen befreit werden. Tägliches Spülen der Nase befreit von Pollen und anderen Schadstoffen, die die Schleimhäute reizen. Urlaube am Meer und im Hochgebirge eignet sich für Allergiker besonders, da dort die Pollenbelastung geringer als im Inland ist.
Therapiemöglichkeiten
Der Hauptvermittler der allergischen Reaktionen ist das Gewebshormon Histamin. Die meisten im Handel erhältlichen Arzneimittel (Antihistaminika) blockieren vorübergehend die Empfänger des Histamins und verhindern so das Auftreten der allergischen Symptome. Diese Arzneistoffe sind sowohl zum Einnehmen (z.B. Cetirizin und Loratadin) in Form von Tabletten oder Tropfen als auch für die lokale Behandlung (z.B. Azelastin) als Nasensprays und Augentropfen erhältlich.
Desweiteren gibt es Arzneistoffe die verhindern, das Zellen Histamin ausschütten. Diese sogenannten Mastzellenstabilisatoren, wie z.B. die Cromoglycinsäure, müssen allerdings regelmäßig und prophylaktisch angewendet werden. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, ist es erforderlich, die Nasensprays und/oder Augentropfen 4x täglich anzuwenden.
Eine langfristigere Behandlungsmethode, mit dem Ziel keine bzw. weniger allergische Reaktionen zu zeigen, ist die so genannte Hyposensibilisierung, bei der der Patient langsam an das Allergen 'gewöhnt' wird. Die Therapie dauert etwa 3 Jahre und hat dann eine Wirkdauer von ungefähr 10 Jahren.
Einen alternativen sanften Ansatz der Behandlung von Allergien stellt die Homöopathie dar. Wir beraten Sie gerne zur individuellen Therapie mit homöopathischen Präparaten.
Von einer Selbsmedikation ausgeschlossen sind Kinder, Schwangere und Asthmatiker, die bei entsprechenden Symptomen den Arzt aufsuchen sollten.
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